Über Verzeichnisse und dem Ordnen des Internets
Verzeichnisse, Kataloge und Webkataloge im Internet
Verzeichnisse, die Webadressen enthalten, werden auch als Webkataloge bezeichnet. Es geht hier um Sammlungen von Webdressen, die – wie ein Schlagwortverzeichnis – nach Themen geordnet präsentiert werden. Verzeichnisse dieser Art werden für gewöhnlich im Internet abgerufen, jedoch Webkataloge existieren außerdem auch in Druckversion. Kataloge dieser Art dienen einem Nutzer dazu,
- (a) Webadressen nach dem Kriterium der Themenabfrage zu bestimmen,
- (b) Kurzbeschreibungen der einzelnen Webadresseninhalte abzurufen, Querverweise zu Themenverwandtschaften in
- (c) derselben Sprache oder
- (d) anderen Sprachen zu ermitteln.
Kurz gesagt: Webkataloge "funktionieren" wie eine Kombination aus Schlagwortverzeichnis und Bibliografie; nur dass hier nicht auf Bücher, sondern auf Internetseiten verwiesen wird. Als Erfahrung Online Marketing Agentur und SEO Agentur klärt CrossOverPoint weiter über die Nutzen auf.
Webkataloge und ihr Unterschied zu Suchmaschinen
Webkataloge leisten somit – so könnte man meinen – einen ähnlichen Dienst wie Suchmaschinen. Der wesentliche Unterschied besteht jedoch darin, dass Auflistungen einer Suchmaschine automatisch generiert werden (als Ergebnis einer Nutzerabfrage). Die hier thematisch behandelten Verzeichnisse jedoch sind das Ergebnis redaktioneller Vorarbeit. Diese ist
- (a) damit verbunden, inwiefern eine Redaktion Webadressen als qualitativ und zulässig für die eigenen Kataloge beurteilt (dies hängt von der fachlichen Vorausbildung der Redakteure ab). Oder
- (b) Webkataloge nehmen nur Webadresseneinträge von Betreibern auf, die für eine solche Dienstleistung eine Art Abonnement-Zahlung entrichtet haben.
So unterscheiden sich Kataloge im Internet
Auch kann unterschieden werden in hierarchische und nichthierarchische Verzeichnisse. In hierarchischen Verzeichnissen werden Themengebiete in einer eindeutigen Ordnung aufgelistet. Anders gesagt: Eine Eintragung ist erst dann sichtbar, wenn ein Thema als Oberbegriff aufgerufen wird. Nichthierarchische Verzeichnisse bestehen dagegen aus einer Netzwerk-Struktur, in der nicht nach Themen, sondern nach den direkten Einträgen gesucht werden kann.
Wie sind frei zugängliche Kataloge abrufbar?
Das Open Directory Project (ODP), auch benannt als dmoz, ist das umfangreichste der Verzeichnisse des Internets. Die abzurufenden Inhalte dieses Katalogs sind nicht nur jedem Internetnutzer zugänglich, sie können auch von jedem frei verwendet werden (den Grundregeln des "Open Content" entsprechend). Alle Einträge werden von Editoren (freiwilligen Redakteuren) erstellt, bearbeitet und kontinuierlich aktualisiert. Das ODP wurde zunächst mit der Bezeichnung "Gnuhoo" (später "Newhoo") gegründet. Dies geschah am 5.6.1998. Die Bezeichnung "dmoz" entstand durch die erste Hostingadresse "directory.mozilla.org" bzw. "dmoz.org".
Warum sind Kataloge des Open Content entstanden?
Das oben erwähnte Open-Content-Projekt ist seinerzeit deshalb gegründet worden, weil sich andere redaktionell bzw. kommerziell organisierte Kataloge als uneffektiv erwiesen hatten; auch war und ist hier zu beobachten, dass die Auswahl der Einträge stark interessenorientiert sowie willkürlich erfolgt. Dies ist bei einem Open-Content-Projekt so nicht zu befürchten, da es sich hier um ein interessenunabhängiges sowie öffentlich direkt kontrollierbares, aber nichtsdestotrotz nach den Regeln eines Webverzeichnisses geordnetes Netzwerk von Informationen handelt.