Piwik: Die kostenlose und datenschutzkonforme Alternative zu Google Analytics?

Piwik

Webseiten- und Online-Shop-Besitzer sind auf zuverlässige Analysen ihrer Webseiten angewiesen. Nur so lassen sich Erfolge und Fehlentwicklungen schnell und einfach messen. Die Analyse der Besucherzahlen bzw. des Verhaltens der einzelnen Besucher ist daher mittlerweile genauso wichtig, wie Suchmaschinenoptimierung oder Onlinemarketing. Um das Verhalten der Webseitenbesucher zu analysieren, benötigt man allerdings Programme, die diesen Job übernehmen. Derzeit gibt es diverse Analytics Tools, die Seitenaufrufe, Verweildauer, Herkunft oder Nutzungsverhalten bis ins kleinste Detail analysieren. Dazu gehören unter anderem Google Analytics, Yahoo Web Analytics und das freie und plattformübergreifende Tool Piwik. Piwik wird gerade für den verantwortungsvollen Umgang mit IP-Adressen und anderen wichtigen persönlichen Daten gelobt. Schließlich ist es durch ein bestimmtes Plugin möglich, die IP- Adresse der Besucher zu maskieren. Darüber hinaus landen die Daten der Seitenbesucher nicht auf externen Servern. Damit bleibt die Kontrolle über die Daten dort, wo sie hingehören, nämlich beim Webseitenbesitzer.

In diesem Artikel sollen vor allem Struktur und Nutzungsmöglichkeiten von Piwik im Vordergrund stehen. Darüber hinaus wollen wir die Vorteile von Piwik aufzeigen und Unterschiede zu anderen Webanalyse-Tools verdeutlichen.

Struktur und Entwicklung von Piwik

„You are in control!“- Mit diesem einfachen Statement beschreiben die Macher von Piwik den elementaren Vorteil ihrer Entwicklung gegenüber anderen Webanalyse Tools. Das plattformunabhängige und Open Source Analytics-Tool Piwik selbst ist ein Gemeinschaftsprojekt unter der Leitung des Maintainers Matthieu Aubry. Es geht aus dem ehemaligen Projekt „phpMyVisites“, welches aber zugunsten von Piwik eingestellt wurde. Piwik basiert auf PHP/ MySQL Software. 2009 wurde die erste Version Piwik 0.1 veröffentlicht. Mittlerweile wurden alle Versionen zusammengenommen mehr als 715.000 Mal runtergeladen (Stand Oktober 2011). Der Marktanteil beträgt derzeit rund 13 Prozent. „Damit ist Piwik nun an Platz 2 der am häufigsten eingesetzten Web-Analytics Tools in Deutschland“ erklärten die Macher von Piwik im September 2011. Einen ersten richtigen Erfolg konnte Piwik im Mai 2010 verbuchen. Damals hat die „Quelltextschmiede“ SourceForge.net nämlich die Piwik Webanalyse-Lösung in den Bereich „Anwendungen für Entwickler“ integriert. Dadurch können Nutzer, Projekte und Entwickler umfassende Analysedaten über ihre Besucher erhalten. „Wir stehen mit Sourceforge in ständigem Kontakt und stellen sicher, dass Sourceforge immer die aktuellste und beste Version von Piwik bereitstellt. Möglicherweise wird das einer der Orte mit der höchsten Anzahl an Piwik Installationen“, erklärten die Piwik-Entwickler im Mai 2010. Bei über 150.000 Seiten ist dies bereits eine beachtliche Leistung.

Entwicklerteams sorgen für stetigen Fortschritt

Piwik ForumEin wichtiger Bestandteil von Piwik ist sicherlich die aktive Community, die Piwik seit seiner Veröffentlichung begleitet und stets weiterentwickelt. Die Entwicklergruppe nennt sich selbst Core Team. Jeder kann sich bei Piwik einbringen. Sei es als Entwickler, Übersetzer oder als Person, die den Bekanntheitsgrad von Piwik steigern will. Ein wichtiges Medium zur Kommunikation ist sicherlich das Piwik Forum.
Abbildung 1 Piwik Forum

Piwik Installation und Konfiguration: In weniger als einer Stunde erledigt

Piwik DownloadDie schnelle und einfache Konfigurierung eines Webanalyse Tools ist für Webseiten- und Online-Shop-Besitzer ein sehr wichtiges Kriterium. Schließlich ist nicht jeder ein ausgewiesener IT-Fachmann. Gleichzeitig müssen Webseitenbesitzer auch diverse datenschutzrechtliche Bedingungen umsetzen. Piwik erfüllt diese Forderung erstklassig. In einem ersten Schritt muss man die Piwik-Version von der Seite http://de.piwik.org/ herunterladen und danach in einem Ordner entpacken.

Direkt auf den eigenen Server laden

Im Gegensatz zu anderen Web Analytics Tools wird Piwik direkt auf den Server geladen, auf dem sich auch die Webseite befindet. Generell empfiehlt sich für den Datentransport aufgrund der großen Datenmengen hierfür ein FTP Programm (z.B. Filezilla). Die Tatsache, dass Piwik direkt auf den eigenen Server geladen wird, bedeutet auch, dass es keinen Datenaustausch zwischen verschiedenen Servern wie z.B. bei Google Analytics gibt. Dies hat vor allem datenschutzrechtliche Vorteile. Da diesem Thema aber ein eigener Abschnitt gewidmet ist, soll der Fakt hier nur kurz erwähnt werden.

Voraussetzungen für Piwik und Konfiguration auf dem Server

Wie jedes Anwendungsprogramm, so benötigt auch Piwik einige Voraussetzungen um richtig zu funktionieren. Besonders zu beachten sind hierbei die vom jeweiligen Hoster zur Verfügung gestellten Versionen von PHP und MySQL. Praxistests haben ergeben, dass nicht jeder Hoster über folgende Anforderungen verfügt:

  • PHP: mindestens Version 5.1.3.
  • MySQL: mindestens Version 4.1.

Die komplette Konfiguration erfolgt in folgenden sieben Schritten:

  1. Aufrufen der Webseite ->http//: name.nachname.de/piwik
  2. Systemcheck
  3. MySQL Datenbank Konfiguration
  4. Anlegen von Daten-Tabellen
  5. Grundkonfiguration
  6. Anlegen der ersten Webseite, auf der Besucherzahlen usw. analysiert werden sollen
  7. Anfertigung und Anzeige des individuellen Java-Script Codes

Fehlt die passende PHP/MySQL Version oder besitzt man nicht die notwendigen Schreibrechte, heißt dies aber nicht, dass man Piwik nicht nutzen kann. Das Analytics Tool ist nämlich so konzipiert, dass es Vorschläge zur Behebung der genannten Probleme aufzeigt. Piwik verbessert hierbei so lange die Konfiguration, bis sie zu 100% stimmig ist. Wenn dieser Fall eingetreten ist, erzeugt Piwik einen Tracking Code, der in alle Seiten integriert wird, auf denen Besucherstatistiken erfasst werden sollen. Bei konventionellen Seiten (viele HTML-Dateien) kann dies einige Zeit dauern. Einfacher geht dies bei Seiten, die CMS-basiert sind (z.B. Joomla, TYPO3 oder Wordpress). Hier wird der Tracking Code einfach ins Template am Ende des HTML Bodys eingefügt.

Generell gilt, dass es nur einen „Superuser“ geben kann. „Der Superuser hat Superkräfte!“ beschreibt Piwik beschreibt diese Person. Der Superuser wird beim Installations- und Konfigurationsprozess eindeutig festgelegt. Dies geschieht in der Datei config/config.ini.php. Hier werden der Name und das Passwort definiert. Nur der Superuser ist in der Lage, Webseiten zu konfigurieren oder aber neue Plugins zu installieren. Eine genaue Anleitung zur richtigen Anfangskonfiguration gibt es auf Deutsch unter: http://de.piwik.org/dokumentation/piwik-installieren/

Info-Box: Der Java Tracking Code
Nur mit dem Einsatz des Java Script Tracking Codes ist bei Piwik die Analyse der Webseiten möglich. Er wird von dem Tool eigenständig erzeugt und muss in die zu analysierenden Seiten eingefügt werden. Folgendes Beispiel für diesen Code zeigt Piwik auf seiner Seite (Quelle: http://piwik.org/docs/javascript-tracking/):
<!-- Piwik -->
<script type="text/javascript">
var pkBaseURL = (("https:" == document.location.protocol) ? "https://{$PIWIK_URL}/" : "http://{$PIWIK_URL}/");
document.write(unescape("%3Cscript src='" + pkBaseURL + "piwik.js' type='text/javascript'%3E%3C/script%3E"));
</script><script type="text/javascript">
try {
var piwikTracker = Piwik.getTracker(pkBaseURL + "piwik.php", {$IDSITE});
piwikTracker.trackPageView();
piwikTracker.enableLinkTracking();
} catch( err ) {}
</script>
<!-- End Piwik Code -->

Zieltracking

Wer nicht nur die einfachen Besuche auf der Seite zählen möchte, dem bietet Piwik das sogenannte Zieltracking an. Gerade im E-Commerce Bereich ist der Einsatz differenzierter Tools ratsam. Dabei handelt es sich um ein umfangreiches Plugin, welches die Zielvorgaben durch folgendes Formular schnell und einfach definiert.



Zieltracking

Abbildung 3 Zieltracking definieren

Das Piwik Web-Frontend: Beobachten und analysieren der Besucherströme in Echtzeit

Um mit Piwik arbeiten zu können, muss man sich mit dem Frontend des Tools befassen. Im Frontend gibt es verschiedene Widgets. Die nachfolgende Grafik zeigt einen klassischen Aufbau des Frontends mit den wichtigsten Widgets.


Widget Übersicht

Abbildung 4 Web-Frontend von Piwik

Wigdets im Web-Frontend individuell anpassen

Im Frontend werden alle erdenklichen Infos in Grafiken und Statistiken zusammengetragen. Doch nicht immer benötigt man alle Informationen und möchte sich lieber auf diejenigen konzentrieren, die für den Webseitenbesitzer die wichtigsten Infos zusammentragen. Daher kann man im Pikwik Frontend die einzelnen Wigdets individuell erstellen. Das fängt beim Verschieben der Widgets an und hört beim Installieren bzw. Löschen der selbigen auf.


Widgets hinzufügen

Abbildung 5 Widget hinzufügen

Analyse Funktionen bei Piwik

Die Piwik Analysefunktionen sind sehr groß, so dass an dieser Stelle nur eine Auswahl benannt werden kann:

  • Besucher in Echtzeit
  • Graph der letzten Besuche
  • Liste externer Webseiten
  • Besuchte Seiten
  • Dauer des Besuchs
  • Liste der Suchbegriffe
  • Browser Nutzung
  • Besucher-Log

Besucher in Echtzeit

Besucher in Echtzeit

Analysetools, die einem erst Tage später die genauen Besucherzahlen übermitteln, sind für viele Webseitenbetreiber nutzlos. Piwik ermöglicht hingegen eine Echtzeitanalyse, die alle 30 Minuten, die zuvor eingestellten Daten übermittelt. Nur wenige Tools verfügen über eine Echtzeitanzeige der Besucher auf der eigenen Homepage. Piwik zeigt die Anzahl der Besuche der letzten 30 Minuten und der letzten 24 Stunden an.

Konfiguration der Echtzeitanalyse

Natürlich stellt sich die Frage, ob es bei vielen verschiedenen Websites oder bei Seiten mit sehr hohem Besucherfluss sinnvoll ist, eine stetige Echtzeitanalyse zu verfolgen. Dies kann die verfügbare Rechenleistung schnell an ihre Grenzen führen. Damit eine solche Analyse nicht im Chaos versinkt, kann man bei Piwik die Zeitspanne für die Echtzeitanalyse in der Konfigurationsdatei config/config.ini.php auch individuell einstellen. Hierdurch sind unter anderem verschiedene Intervalle sowie zeitversetzte Anzeigen möglich. Allerdings erweist sich diese Konfiguration im Praxistest oftmals als sehr schwierig. So hat das Computerfachmagazin ct‘ festgestellt: „Dies funktioniert auf den meisten Shared-Hosting-Servern nicht, da man weder einen SSH Zugang besitzt noch Cron-Jobs einrichten darf.“ (vgl. Artikel Besucher im Blick, Mirko Dölle, ct' Ausgabe 07/11, S. 183 ff)

Besucher-Log

Das Besucherlog von Piwik gehört sicherlich zu den wichtigsten Funktionen des Programms. Hierdurch wird nämlich exakt angezeigt, wie sich der jeweilige Seitenbesucher verhält, wie lange er auf einer Seite bleibt oder welche Produkte er angeklickt hat. Darüber hinaus gibt es hier Anzeigen dafür, wie der Nutzer auf die Seite gestoßen ist. Daraus kann man unter anderem Rückschlüsse auf die SEO Qualität ziehen.

Besucher-Log

Abbildung 7 Übersicht Besucher-Log (Ausschnitt)

Integration von Piwik in CMS und Shopsysteme durch Plugins

Gerade bei CMS-basierten Webseiten und bekannten Shopsystemen ist die Integration und Nutzung von Piwik relativ einfach. Bei der Integration von Piwik ins eigene CMS (z.B. Joomla, TYPO3 oder Wordpress) spielt der Tracking Code eine sehr wichtige Rolle. Nur wenn dieser in das bestehende System eingefügt wird, können auch alle Piwik-Funktionen genutzt werden. Was sich zunächst kompliziert anhört, ist in der Praxis sehr einfach und gilt für alle bekannten CMS und Shopsysteme gleichermaßen. Für die Integration stehen CMS und Shopsystem-spezifische Plugins zur Verfügung. Solche Plugins sind unter anderem für folgende Content Management Systeme verfügbar:

  • Wordpress
  • Joomla
  • TYPO3
  • Drupal (ab Version 5.0 und höher)

Integration des Tracking-Codes

Der erzeugte Piwik-Tracking-Code wird im CMS immer vor dem finalen Body-Tag in die index.php des augenblicklich verwendeten Templates gepackt. Dadurch kann Piwik auch weiteragieren, wenn der Anwender sich für anderes Template entscheidet.

Konfiguration von Piwik bei Online-Shops

Shop Besitzer interessiert nicht nur, wie hoch die Besucherzahlen auf einer Seite sind, sondern auch, welche Artikel wie oft angeklickt werden. Wie bei den Content Management Systemen, gibt es für bekannte E-Commerce Systeme ebenfalls spezielle Plugins, die den Tracking Code implementieren. Sowohl Piwik, als auch Shopsysteme wie Magento fordern die Rechenleistung extrem heraus. Daher empfiehlt es sich, Piwik in solchen Fällen auf einen anderen Server zu laden und das Tool von dort aus zu nutzen.

Übersicht über Plugins von Piwik für CMS und Shopsysteme

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Piwik Plugins, die für spezielle Content Management Systeme oder Programmiersprachen entwickelt wurden. Welche Plugins derzeit genau zur Verfügung stehen, kann man auf der Seite http://de.piwik.org/piwik-haufig-gestellte-fragen/plugins/#faq_20 einsehen.

Der Datenschutz bei Piwik

Datenschützer sind von Piwik begeistert. Dies liegt vor allem daran, dass Piwik die IP Adressen der Webseitenbesucher anonymisieren kann. Darüber hinaus landen die zu analysierenden Daten nicht auf einem externen Server, wie es bei Google Analytics unter anderem der Fall ist. Erst im März 2011 hatte das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz des Bundeslandes Schleswig-Holstein Piwik für seine Struktur und den umfangreichen Datenschutz gelobt: „Anders als bei vielen anderen Produkten zur Webanalyse findet die Verarbeitung nicht bei einer anderen Stelle oder bei einem Auftragsdatenverarbeiter statt, sondern auf dem Rechner des Webseitenanbieters selbst“ (vgl.: https://www.datenschutzzentrum.de/presse/20110315-piwik.htm)

IP Anonymisierung durch AnonymizeIP-Plugin

Einer der wichtigsten Piwik-Vorteile ist sicherlich die Möglichkeit zur Anonymisierung von IP Adressen. Dadurch wird es unmöglich, die Herkunft der Seitenbesucher herauszufinden. Die Anonymisierung der IP Adresse erfolgt bei Piwik ab der Version 0.5.5 durch das AnonymizeIP-Plugin. „Webseiten-Betreiber aus Deutschland scharen sich um Piwik, einer Open Source Webanalyse-Plattform, die man auf seiner eigenen Infrastruktur hosten kann. Um mit lokalem Recht konform zu gehen, können Piwik Benutzer nun die freie Software so konfigurieren, dass die IP-Adressen ihrer Besucher maskiert werden; Ähnlich wie eine Kreditkartennummer auf einem Zahlungsbeleg“, erklärte Piwik im April 2010. Hierbei werden Bytes der IP-Adresse anonymisiert. In der Regel reicht es dabei, das letzte Byte unkenntlich zu machen. Allerdings ist es bei Piwik möglich, die Anzahl der anonymisierten IP-Byte selbst zu bestimmten. Dies geschieht über die Variable ip_address_mask_length. Hier gibt es eine Konfigurationsdatei mit dem Namen global.ini.php.

Info-Box: Anonymisierung der IP Byte
Wenn man nur 1 Byte anonymisieren will, steht in der global.ini.php folgender Eintrag
ip_address_mask_length = 1
Die Zahl lässt sich aber verändern:
ip_address_mask_length = 2
Dadurch werden 2 Bytes anonymisiert. Höhere Nummern maskieren folglich noch mehr Bytes

Opt-Out Funktion: Möglichkeit des Webseitenbesuchers zum Widerspruch beim Cookie

Der Datenschutz geht bei Piwik weit über vergleichbare Produkte hinaus. Dies gilt vor allem für die Möglichkeit, den Einsatz von Cookies zu unterbinden. Der Webseitenbetreiber muss hierfür ein IFrame installieren, welches beim ersten Aufrufen der Seite erscheint. Hierbei können Benutzer widersprechen, dass ihre IP und weitere Handlungen nicht aufgezeichnet werden. Ein sehr gutes Beispiel findet man im Forum von Piwik.

Info-Box: Beispiel für die Opt-Out Funktion
'CoreAdminHome_OptOutComplete' => 'Sie haben das Widerspruchs-Cookie [=kleine Textdatei] gesetzt. Ihre Besuche mit diesem Browser auf dieser Webseite werden nicht gezählt.',
'CoreAdminHome_OptOutCompleteBis' => 'Wenn Sie das Widerspruchs-Cookie (Opt-Out Cookie) löschen, den Computer wechseln, oder einen anderen Browser benutzen, müssen Sie dieses Cookie erneut setzen wenn Sie der Speicherung Ihrer Besuche und Aktionen auf unserer Webseite widersprechen möchten.',
'CoreAdminHome_YouMayOptOut' => 'Ihre Besuche und Aktionen auf unserer Webseite werden bei uns gezählt und anonym gespeichert.',
'CoreAdminHome_YouMayOptOutBis' => 'Wenn Sie der Speicherung und Zählung Ihrer Besuche widersprechen möchten, entfernen Sie bitte das untere Häkchen. Dabei wird ein Widerspruchs-Cookie [=kleine Textdatei] auf Ihrem PC gespeichert. Mit dieser Textdatei geben Sie unserer Software zu erkennen, keine weiteren Besuche und Aktionen von Ihnen mehr zu zählen und zu speichern.',
'CoreAdminHome_YouAreOptedIn' => 'Besuche und Aktionen auf unserer Webseite werden anonym gespeichert.',
'CoreAdminHome_YouAreOptedOut' => 'Besuche und Aktionen auf unserer Webseite werden nicht gespeichert.',

Unterschiede zwischen Piwik und Google Analytics

Obwohl Piwik und Google Analytics beides Tools sind, die zur Analyse von Webseiten eingesetzt werden, gibt es zwischen den Programmen erhebliche Unterschiede. So stellte das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig Holstein zum Thema Google Analytics fest: „Bisher hat sich gezeigt, dass viele der vorrangig eingesetzten Analysewerkzeuge mit den gesetzlichen Vorschriften nicht in Einklang zu bringen sind. Dies gilt insbesondere für den unentgeltlich Webseitenbetreibern zur Verfügung gestellte und den Markt dominierende Dienst „Google Analytics“ des Unternehmens Google.“ (vgl. https://www.datenschutzzentrum.de/presse/20110315-piwik.htm). Im Gegensatz dazu wurde Piwik als ein positives Beispiel hervorgehoben.

An dieser Stelle sollen die wichtigsten Unterschiede zwischen beiden Web-Analytics Tools benannt werden. Dazu gehören:

  • Speicherort der Daten
  • Anonymisierung der Besucher IP
  • Individuelle Nutzung und Gestaltung von Plugins
  • Entwicklergemeinde vs. Unternehmensprodukt

Speicherort und Kontrolle der Daten

Der wohl grundlegendste Unterschied zwischen beiden Analytics Tools ist sicherlich der Speicherort der Daten. Daher soll dieser Umstand hier noch einmal verdeutlicht werden. Wer Google Analytics benutzt, dem muss bewusst sein, dass alle Daten, auf den Servern von Google landen. Dies geschieht unabhängig vom eigenen Webseiten-Server. Daher werden auch stetig Daten zwischen beiden Servern hin- und hergeschickt. Wer die Diskussion über die bisherigen Sicherheitslücken von Google verfolgt hat, kennt das Risiko dieses Vorgehens. Auch kann Google jederzeit auf diese Daten zurückgreifen und z.B. die IP Adressen der Webseitenbesucher analysieren. Bei Piwik ist dies anders. Wie bereits im Abschnitt Aufbau und Struktur vermerkt, wird Piwik auf dem Server installiert, auf dem sich auch die eigene Webseite befindet. Natürlich muss man auch hier die jeweiligen Sicherheitsstandards des Servers beachten. Dennoch ist auf jeden Fall gewährleistet, dass es keinen Datenaustausch zwischen zwei verschiedenen Servern gibt. Bei Piwik kontrolliert jeder Nutzer seine Daten selbstständig. Man ist stets Chef seiner Daten, ohne dass Dritte diese lesen können.

Warum CrossOverPoint Piwik empfiehlt

Die Online Marketing Agentur CrossOverPoint ist von den Möglichkeiten, die sich durch Piwik im Bereich der Webseitenanalyse ergeben, überzeugt. "Unser Unternehmen empfiehlt Piwik gleich aus mehreren Gründen. Piwik zeichnet sich neben seiner Benutzerfreundlichkeit durch die zahlreichen individuellen Gestaltungsmöglichkeiten aus. Der User kann genau bestimmen, welche Daten er für sich als relevant erachtet und auf seiner Seite analysieren will. Dadurch ist gerade im Bereich des Onlinemarketing ein sehr genaues Arbeiten in Bereich der Webseitenoptimierung möglich“, erklärt Thomas Döhler, Geschäftsführer von CrossOverPoint. Zu den wichtigsten Piwik Vorteilen gehören für das Unternehmen:

  • Datenschutz durch AnonymizeIP-Plugin und Opt-Out Funktion
  • Beobachtung und Analyse von Besucherzahlen in Echtzeit
  • kein Datenaustausch mit externen Servern
  • einfache Handhabung auch für Kunden mit wenig Technikbackround
  • flexible und individuelle Gestaltung des Web-Frontends
  • eigenständige Entwicklung von Plugins möglich

Fazit: Piwik, seine Vorteile und weitere Empfehlungen

In diesem Beitrag ging es vor allem um Struktur, Nutzen und Vorteile des Web Analytics Programm Piwik. An dieser Stelle wollen wir stichpunktartig alle wichtigen Faktoren und Eigenschaften zusammenfassen:

  • Piwik ist ein Tool zur Analyse der Besucherstruktur auf einer Webseite.
  • Piwik ist ein Open Source Tool unter GPL Lizenz.
  • Piwik ist auf Platz 2 der am häufigsten eingesetzten Web-Analytics Tools in Deutschland.
  • Eine große Community arbeitet stets an der Verbesserung und Weiterentwicklung von Piwik.
  • Piwik kann selbstständig konfiguriert und erweitert werden.
  • Piwik besitzt ein variables und einfach zu verstehendes Web Frontend.
  • Piwik ist komplett kostenlos und ermöglicht eine Echtzeitanalyse. Das Live Visitors Widget ist gerade für Webseitenbesitzer besonders einfach zu verstehen.
  • Piwik speichert im Gegensatz zu anderen Web Analytics Tools (z.B. Google Analytics) alle gesammelten Daten auf dem eigenen Server.
  • Wer Piwik nutzen möchte, benötigt hierfür mindestens PHP 5.1.3. und MySQL 4.10.
  • Bei Piwik sind die Anonymisierung der Besucher IP und die Implementation eines Widerspruchsframes (Opt-Out) möglich.
  • Einen kleinen Wehrmutstropfen bildet derzeit noch die Dokumentation bzw. Anleitung bei Piwik. Viele Bereiche sind noch nicht übersetzt und damit nur auf Englisch verfügbar. Dieses Problem kann aber durch freiwillige Übersetzungen schnell gelöst werden.
  • Piwik verlangt gerade bei vielen Seiten und hohem Traffic eine gute Rechenleistung. Daher muss man sich im Vorfeld überlegen, was genau beobachtet und analysiert werden soll. Verschiedene Plugins können bei der Entzerrung der Datenflut helfen.

Generell lohnt es sich für alle Webseitenbetreiber Piwik als Web-Analytics Tool einzusetzen. Es erfüllt derzeit gerade im Datenschutz alle empfohlenen Maßgaben und ermöglicht Webseitenbesitzern eine exakte Analyse der Besucherströme. Darüber hinaus ist es nach der Installation einfach zu bedienen und man bleibt stets der eigene Chef über die erhobenen Daten, die mit Piwik analysiert werden.

Interessante Links und Quellen

Zum Schluss haben wir für Sie noch einige interessante Links zusammengetragen:
http://de.piwik.org/
https://www.datenschutzzentrum.de/tracking/piwik/20110315-webanalyse-piwik.pdf
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Datenschuetzer-empfehlen-Piwik-zur-Webanalyse-1208686.html
http://www.heise.de/ct/inhalt/2011/07/182/